Lumix 28-200 F4.0-7.1

Die wahrscheinlich längste Paline der Welt

war einst ein Werbespruch von Duplo

Nun geht es hier nicht um eine Praline oder um einen Schokoriegel, sondern um das von Panasonic Lumix S-R28200 als das „kleinste und leichteste“ beworbene Reise-Zoomobjektiv der Welt (für spiegellose Vollformat-Kameras).

Ein Zoombereich von 28 – 200mm bei einer variablen Lichtstärke von 4.0 – 7.1. Das Objektiv wiegt 413g bei einer Länge von 9,3cm.

Man spricht hier deshalb von einem Reisezoom, da man mit diesem Objektiv einen großen Brennweitenbereich abdeckt und somit auf die Mitnahme mehrer Objektive verzichten kann, um so mit weniger Gepäck unterwegs sein zu können. Zuweilen bezeichnet man solche Objektive despiktierlich als „Suppen-Zooms“, denen man keine gute optische Qualität zutraut.

Das Panasonic 28-200 hat als großen Nachteil, dass es ein lichtschwaches Objektiv ist. Mit einer Anfangsöffnung von 1:4 bei 28mm und 1:7,1 bei 200mm ist es in Low-Light-Situationen nicht gut geeignet. Wäre es lichtstärker, wären auch die Maße und das Gewicht deutlich höher.

Das Objektiv hat folgende Vorzüge:

  • sehr kompakt und leicht
  • großer Zoombereich
  • wetterfest – geschützt gegen Spritzwasser und Staub
  • eingebaute Bildstabilisierung
  • Makrotauglich
  • ordentliche Bildqualität

Ich habe mir das Objektiv gekauft und bin damit bereits in meiner Umgebung unterwegs gewesen. Die Fotos, die ich damit gemacht habe, möchte ich hier zeigen. Vorwegnehmen kann ich, dass es viel Spaß macht, mit diesem Objektiv zu fotografieren. Obwohl es so kompakt und leicht ist, liefert es eine gute Bildqualität ab – natürlich nicht so gut wie bei Festbrennweiten oder Zooms mit höherer Lichtstärke, aber dennoch so gut, dass man sich keine Sorgen zu machen braucht, mit schlechten Fotos nach Hause zu kommen.

Das hier soll kein Testbericht des Objektivs werden. Ich habe zwar zu Hause ein paar Testfotos gemacht und die Ergebnisse mit verschiedenen Objektiven verglichen. Aber letzten Endes sind Bilder aus der Praxis aussagekräftiger als das Abfotografieren von Siemenssternen und Vergleichen bei starker Vergrößerung. Testberichte gibt es im Internet genug. Daher beschränke ich mich hier auf das Zeigen von Fotos, die ich mit diesem Objektiv gemacht habe.

Fazit

Ich bin mit dem Objektiv sehr zufrieden – auch wenn es bei der optischen Leistung nicht mit dem Lumix 70-300mm im Telebereich mithalten kann. Es gibt natürlich Abstriche bei der optischen Qualität; ob diese jedoch in der Praxis so ins Gewicht fallen, wage ich zu bezweifeln. Man wird die Unterschiede zu höherwertigeren Objektiven oftmals erst dann sehen, wenn man einen direkten Vergleich bei starker Vergrößerung vornimmt. Was das Bokeh anbelangt, muss man ebenfalls Abstriche machen.

Es ist ein Objektiv, das man gerne mal mitnimmt, wenn man einen Spaziergang macht, ohne ein bestimmtes fotografisches Ziel im Hinterkopf. Und dann kommen doch unerwartet interessante Motive – beim einen braucht man mehr Weitwinkel, beim anderen ein Tele, und schon ist man froh, dass man die Kamera doch mitgenommen hat und dabei ein Objektiv, das all solche Situationen spielend abdeckt. Hat man keine Fotos gemacht, musste man sich wenigstens nicht mit einer dicken Linse oder der Fototasche mit mehreren Objektiven darin abschleppen. Ich finde, Panasonic hat bei diesem Objektiv alles richtig gemacht.

Impressionen

Die Fotos können hier betrachtet werden – hauptsächlich entstanden in Frankfurt City sowie der Altstadt von Frankfurt-Höchst.


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